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Mittwoch, 12. Juni 2019

Server mit Backup und Display

Das ist mein Server:



und von Innen:



Online: http://masterbit.net

Vorab: Ich habe weder ein SSL-Zertifikat noch sonstwas und bin auch zu faul und geizig, mir eins zu besorgen. Warum auch, ich habe keine wirklich wichtigen Daten da drauf....darum nur http, ohne s. :)

Er macht jeden Tag ein Backup (remove and copy) und ein Sync (ohne remove, nur neue/geänderte Dateien) auf die Festplatte und zeigt die aktuelle Uhrzeit, Datum, die Startzeit und die Laufzeit des Servers an.  Wie du siehst läuft meiner seit 3 Monaten ohne Unterbruch. :)



Die Zahl in der Mitte der Uhr zeigt an, wieviele Minuten es noch dauert, bis das Display einen kompletten Refresh macht. Ich habe dies auf 10 Minuten eingestellt.

Hardware


Zusammenbau

Der USB-Hub muss auseinander genommen werden. Dann wird ein Kabel an die 5V und GND Leitungen des Hubs gelötet, also bei einem USB-Stecker, an den Lötstellen.
An dieser Leitung wird die Festplatte eingesteckt. Ich weiss nicht, ob der Strom sich an die anderen Leitungen verteilt, darum die Festplatte lieber gleich am richtigen Teil anschliessen.

Das Kabel vom Netzteil wird am Ende, also möglichst nah am KLEINEN Stecker durchgetrennt. ACHTUNG: Noch ein bisschen Kabel am Stecker lassen, dieser wird dann ins Raspi gesteckt.

Wie schon erwähnt,  werden die neuen Kabel am USB-Hub direkt an den Strom vom Adapter angeschlossen. Das ist mit den Kabelklemmen bewerkstelligt: Die Eine ist am kleinen Kabel vom Raspi und geht dann auf die andere, wo noch dazu der Strom vom Hub rein kommt. Diese geht dann an den Stromadapter.

Der Bildschirm wird folgendermassen am Raspi eingesteckt:

Die Kabel haben diese Farben.                          


Das ganze Zeug irgendwie in die Box reinpassen,  Loch für den Bildschirm machen, etc...ich hab das nicht wirklich schön gemacht (hinbekommen) sondern einfach so, dass es geht. Siehe Loch vom Bildschirm... :)

Software

System

Ich benutze Raspian Stretch Lite, also ohne Desktop. Meistens bin ich mit SSH (also remote, von meinem PC aus) drinne, da brauchts keinen Desktop.

Dieses wird mit Balena Etcher auf die SD-Karte geflasht.

Danach die SD-Karte in den Raspi stopfen, LAN-Kabel, Tastatur, Maus, Bildschirm für die Erstinstallation und angeschaltert...

(Noch OHNE USB-Platte zur Sicherheit)

Login: pi / raspberrz (y und z sind erstmal vertauscht auf der deutschen Tastatur)

Erstmal konfigurieren:

sudo raspi-config

sudo heisst superuser do und wird fast immer benötigt, wenn man am System rumbastelt.

Ein Menü öffnet sich. Wir ändern erstmal das Passwort (Change User Password)

Danach stellen wir die Netzwerkoptionen ein: 2->N1 Hostname: Gib einen Namen für deinen Raspi ein.

Die Sprache sollte auch eingestellt werden, damit man nicht immer mühsam z mit y verwechseln muss.
  • 4-> I1 Change Locale -> de.CH.UTF8 -> (nochmal auswählen)
  • 4-> I2 Change Timezone -> Berlin
  • 4-> I3 Change Keyboard Layout -> [ENTER] -> Other -> German (Switzerland) -> Erster Eintrag, default Setting, No Compose Key (immer schön Enter drücken :) )
  • 4-> I4 Change WiFi Country -> Switzerland
Nun muss noch SSH angeschaltert werden und für den Bildschirm auch noch SPI:
  • 5-> P2 SSH -> enable
  • 5-> P4 SPI -> enable
Und schliesslich noch ein bisschen "Schminke" in den "Advanced Options":
  • 7-> A1 Expand Filesystem (beim ersten Start hat der Raspi das eh schon gemacht, dies ist nur nochmal zur Sicherheit.
  • 7-> A3 Memory Split -> zB: 16Mb : Hier wird der Grafikspeicher aufs Minimum beschränkt, da nicht wirklich gebraucht. Ich nehme trotzdem 16MB statt 8, zur Sicherheit.
Nun kann man das Tool beenden und einen Neustart machen (lassen).

Schliesslich wird noch git installiert:
erstmal sudo apt-get update um die Paketliste zu erneuern.
Git: sudo apt-get install git

Die Backup-Platte

Ausschalten, die Festplatte an den USB-Hub und diesen an den Raspi dran und neu starten. Der Hub braucht ab jetzt auch Strom! (Nicht vergessen, die Kabel zu verbinden)

Um eine "normale" NTFS-Platte anzusprechen braucht es eventuell noch ntfs-3g:
sudo apt-get install ntfs-3g

Erstmal erstellen wir einen Pfad, wo die Festplatte herein gemountet wird:
sudo mkdir /media/backupDrive

Mit sudo blkid werden die Labels und Partition-IDs der angeschlossenen Speichermedien angezeigt. Hier die UUID der Festplatte abschreiben.

Diese muss in fstab eingetragen werden:

sudo nano /etc/fstab

Hier eine neue Zeile machen mit:

UUID=DEINEUUID /media/backupDrive ntfs auto,nofail,sync,users,rw

Mit Ctrl-O speichern und mit Ctrl-X beenden. (Ctrl = Strg)

Check: sudo mount -a  oder lsblk

Wenn die Festplatte auch nach einem Neustart hier ist, ist alles richtig.

Der Webserver

Falls noch nicht gemacht:
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade -y


Wir haben ein Script im Hintergrund, welches den Bildschirm steuert. Um es im Hintergrund laufen zu lassen, braucht es screen.

sudo apt-get install screen

Ein Webserver braucht natürlicherweise einen Webserver. Ich nutze Apache, weil der Indianer sich bewährt hat. Nginx kenne ich nicht.

sudo apt-get install apache2

Wenn der Server läuft, ist das Standard-Webverzeichnis in: /var/www/html
Nun wechseln wir ins Homeverzeichnis und installieren meine Scripts:

cd ~
git clone https://github.com/ben0bi/ServerScripts.git

Installation des Backup-Scripts

Das Backup-Script sollte jeden Tag um eine bestimmte Zeit ausgeführt werden.
Dazu können wir cronjobs gebrauchen, welche in der crontab eingefügt werden.

Eventuell muss das BackupScript noch ausführbar gemacht werden:
sudo chmod +x /home/pi/ServerScripts/BackupScript.sh

sudo crontab -e

Dort dann auf eine neue Linie:

30 9 * * * /home/pi/ServerScripts/BackupScript.sh

Mit Ctrl-O speichern und mit Ctrl-X verlassen.

Damit wird jeden Tag um 9.30 morgens ein Backup gemacht. Du kannst natürlich auch eine andere Zeit einstellen.

Installation des Displays

Das Display benötigt python und einige Bibliotheken dafür. Bibliotheken für python können mit pip installiert werden.

sudo apt-get install python python-pip

Dann brauchen wir noch eine SPI-Bibliothek spidev, eine Bildbearbeitungsbibliothek pillow und dazu eine jpeg-Bibliothek libjpeg-dev. Irgendwas braucht noch die python-requests, also wird das auch installiert.

sudo apt-get install spidev libjpeg-dev pillow python-requests

Nun muss das Display nur noch bei jedem Neustart gestartet und beschrieben werden. Da jede Minute ein Bild upgedatet wird, läuft das ganze über screen.

sudo nano /etc/rc.local

Und dort dann auf eine neue Zeile:

/home/pi/SeverScripts/screen.sh

Noch einmal Ctrl-O und Ctrl-X benutzen.

Eventuell muss screen.sh auch ge-chmode-d werden, siehe oben.

Ich hoffe mal es läuft. Bei mir gehts. :)

Das wars, stopf nun dein Webverzeichnis mit Zeug voll, mach den Server erreichbar etc. Da musste selber guggen, ich hab DynDNS vom Router "geschenkt" bekommen. (D-Link rockt :) )

Viel Spass damit. PHP und all den anderen Mist musst du selbst gucken...ich brauch zum Beispiel KEIN SQL mehr...Darum habe ich diesen Krempel auch nicht "explizit" mit-installiert.

Viel Spass beim Ausprobieren.

Freitag, 16. November 2018

Raspi Music Server Tutorial

Die Intention hierbei war, dass ich von jedem Gerät aus Musik auf der [einen] Stereoanlage abspielen kann.

Es besteht aus mehreren "Teilen":

+ Musikserver Mopidy
+ Frontend RompR
+ Mein File-Upload-Frontend.

+ Eventuell dann noch ein paar Scripts um die Dateisystemscans zu automatisieren und...so...

First things first:

System

Wir installieren erstmal das Standard Raspian auf dem Raspi:
Hier herunterladen: https://www.raspberrypi.org/downloads/raspbian/
(Es braucht nur die Lite-Version, ohne Desktop)

...und mit Etcher auf die MicroSD-Karte gebrannt:
https://www.balena.io/etcher/

So, nun stopfen wir die microSD in den Raspi und schalten den mal an (inkl. Bildschirm und Tastatur).

Login: pi
Password: raspberry (Deutsche Tastatur: raspberrz)

Erstmal richten wir die Maschine richtig ein:

sudo raspi-config

Dort dann erstmal das WLAN einrichten und eventuell SSH aktivieren. Desweiteren ändern wir das Passwort.

SSH kann man unter "Interfacing Options" einrichten.

Unter "Advanced Options" wird dann noch die Option "Expand Filesystem" ausgewählt.

Danach rebooten wir mal:

sudo reboot

Webserver

Dann machen wir ein update und installieren erstmal Apache. Die Verzeichnisse von Apache benutzen wir dann auch für die Musik.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

sudo apt-get install apache2 php

mit "ifconfig" findet man die aktuelle IP heraus. Damit mal testen...Webseite sollte auftauchen.

Dateisystem-Interface

Nun laden wir mein Filesystem-Frontend in das Apache-Webverzeichnis.

Dazu brauchen wir git:

sudo apt-get install git

cd /var/www/html
sudo git clone https://github.com/ben0bi/ben0biUploader.git

Unter [IP]/ben0biUploader ist dieser dann zu finden. Du kannst das Verzeichnis auch umbenennen.
Wir müssen hier noch einiges einstellen:

Öffne die Konfigurationsdatei mit einem Editor:

sudo nano ben0biUploader/index.php

Unkommentiere dort die zwei Zeilen unter dem SHOW-Kommentar. Diese musst du später wieder ein-kommentieren. Damit siehst du auf der Webseite den SHA1-String des Passwortes, welches du eingibst. Speichere diesen String und schreibe ihn in

ben0biUploader/config/pageconfig.json

hinein. Schreibe dort auch den richtigen Pfad unter "REAL_UPLOAD_PATH" hinein.

Dieser Pfad muss nun noch dem www-data user zugehörig gemacht werden:

sudo chown www-data:www-data /var/www/html/ben0biUploader/FILESYS

Bei nano kannst du mit Ctrl-O speichern und mit Ctrl-X beenden.

Nun solltest du mit deinem Passwort reinkommen. Kommentiere die zwei Zeilen in index.php wieder ein. Du solltest eine Datei "empty.empty" sehen. Diese dient dazu, das Verzeichnis für git "sichtbar" zu machen. Mit dieser kannst du testen, ob alles geht (rename, delete). Erstellte neue Verzeichnisse kannst du auch wieder löschen.

Nun müssen wir höchstwahrscheinlich noch ein paar PHP-Variablen ändern:

Mache in /var/www/html eine Datei phpinfo.php und schreibe folgendes hinein:

<?php
phpinfo();
?>

Wenn du diese nun im Browser aufrufst, siehst du die PHP-Variablen deines Systems.

[IP]/phpinfo.php

Die Zahl bei upload_max_filesize ist vieeel zu tief. :)
Und zusätzlich müssen wir noch post_max_size verändern. Diese Zahl sollte ein bisschen höher als die upload_max_filesize sein.

Dazu öffnen wir das php-Konfigurationsfile:
In der PhpInfo steht ganz oben auch, wo das Konfigurationsfile zu finden ist. WARNUNG: Das System selbst gibt einen falschen Pfad an mit "php --ini". Die Datei in der phpinfo ist richtig.

Darin suchen wir mit CTRL-W nach den obigen Werten und schreiben was grösseres rein:
upload_max_filesize = 120M
post_max_size = 128M

Wieder speichern mit CTRL-O und Apache neu starten:

sudo apache2ctl restart

Mopidy Musik Server

Ich halte mich hier an folgende Artikel:
https://docs.mopidy.com/en/latest/installation/raspberrypi/#how-to-for-raspbian
http://blog.scphillips.com/posts/2013/01/sound-configuration-on-raspberry-pi-with-alsa/

Ok, erstmal schalten wir den Sound auf den Audio-Jack anstatt auf HDMI. Später wird er dann noch auf die externe USB-Soundkarte geschaltet, doch erstmal den Jack:

sudo raspi-config

Hier findest du unter "Advanced Options" einen Eintrag "Audio". Wähle dort "Force 3.5mm headphone jack".

Unter "Memory Split" geben wir noch eine kleinere Zahl ein (RAM für die Graphik), damit die Musik mehr RAM hat. 16 sollte reichen, vielleicht geht es sogar mit 8.

Reboote nun die Maschine.

Mit "alsamixer" kannst du die Systemlautstärke erhöhen.

Um die Lautstäke bei jedem boot einzurichten, schreiben wir folgendes in die Datei
/etc/rc.local, und zwar VOR "exit 0"

amixer set PCM -- 100%

Mopidy installieren:
wget -q -O - https://apt.mopidy.com/mopidy.gpg | sudo apt-key add -
sudo wget -q -O /etc/apt/sources.list.d/mopidy.list https://apt.mopidy.com/stretch.list

sudo apt-get update
sudo apt-get install mopidy
Nun müssen wir noch ein paar Variablen einstellen. Erstmal einfach Mopidy starten:

mopidy

Dies startet nicht nur den Server sondern legt auch die wichtigen Dateien an, welche wir noch konfigurieren müssen. Zumindest das Verzeichnis muss gesetzt werden. Also erst mal CTRL-C, um den Server zu unterbrechen, dann:

nano ~/.config/mopidy/mopidy.conf

Bzw. /etc/mopidy/mopidy.conf

Dort suchen wir die Einträge [local] und [file](?) und kommentieren das Wichtige aus:
enabled=true
media_dir = PFAD ZU DEINEM MUSIKVERZEICHNIS*


* der Pfad sollte derselbe sein, welcher für die Dateioperationen oben benutzt wird.
Also hier zum Beispiel: /var/www/html/ben0biUploader/FILESYS

Schliesslich noch für RompR weiter unten:

[mpd]
connection_timeout = 120

Nun richten wir mopidy ein, dass es beim booten startet:

sudo systemctl enable mopidy

Um den aktuellen status zu sehen, benutze:

sudo systemctl status mopidy

Andere wichtige Kommandos:
sudo systemctl start mopidy
sudo systemctl stop mopidy
sudo systemctl restart mopidy



Und vor allem:
sudo mopidyctl local scan


RompR Frontend

RompR ist das Web-Frontend für Mopidy.
https://fatg3erman.github.io/RompR/
https://fatg3erman.github.io/RompR/Installation-on-Linux-Alternative-Method

Für RompR braucht es mysql und anderes, also installieren wir das:

sudo apt-get install mysql-server mysql-client php-mysql php-curl php-gd php-json php-xml php-mbstring imagemagick

Um die datenbank besser zu administrieren installieren wir evt. noch Phpmyadmin:
sudo apt-get install phpmyadmin

Im Browser sollte nun phpmyadmin aufrufbar sein:
[IP]/phpmyadmin

Falls du nicht rein kommst, musst du noch(mal) phpmyadmin konfigurieren:

sudo dpkg-reconfigure phpmyadmin

Danach laden wir das release in das home directory:
wget https://github.com/fatg3erman/RompR/releases/download/1.23/rompr-1.23.zip

...und entzippen es:

unzip rompr-1.23.zip

Und machen schliesslich im Web-Verzeichnis einen Link darauf:

sudo ln -s /PATH/TO/ROMPR /var/www/html/rompr

und machen noch ein paar andere Sachen:

cd [rompr]
mkdir prefs
mkdir albumart
sudo chown www-data prefs
sudo chown www-data albumart

Aktiviere nun noch ein paar Apache-Module:

sudo a2enmod expires
sudo a2enmod headers
sudo a2enmod deflate
sudo a2enmod php7.0

Alles andere entnimmst du bitte dem zweiten Link oben. Da muss noch das Inet konfiguriert werden und MySql und Zeug und Sachen...

Externe USB-Soundkarte

Zu guter Letzt bauen wir noch eine externe USB-Soundkarte ein.
Der Raspi-Sound ist nämlich nicht wirklich brauchbar.

https://raspberry.tips/raspberrypi-tutorials/raspberry-pi-usb-soundkarte-unter-raspbian-einrichten

[Weiteres folgt, computer arbeitet...)

Dienstag, 6. Juni 2017

RetroPie Screen Orientation

Deutsch 

(click here for the english version.)

Um auf dem RetroPie-System die Bildschirm-Orientation zu ändern, muss man einfach in /boot/config.txt die Variable display_rotate hinzufügen oder ändern.

Aufgrund meiner speziellen Konfiguration habe ich die Kompassrichtungen gewählt, wobei ich bei Nord im Norden sitze und gegen Süden schaue.

Wenn der Bildschirm vor dir steht ist Nord die normale Orientation, Süd ist um 180°, Ost um 90° nach links und West um 90° nach rechts gedreht.

Da ich den Bildschirm nach oben spiegle, braucht es manchmal eine vertikale Spiegelung anstatt einer Drehung. Hier gebe ich euch nun die Zahlen dafür (horizontal spiegeln weiss ich grad nicht mehr, brauchts aber auch nicht wirklich). Für die Spiegelung kann man einfach den Orientation-Wert mit dem Spiegelungs-Wert binär ODER-verknüpfen:

0 = Nord
1 = Ost
2 = Süd
3 = West
0x20000 = Nord vertikal gespiegelt.
0x20001 = Ost vertikal gespiegelt.
0x20002 = Süd vertikal gespiegelt.
0x20003 = West vertikal gespiegelt.

Um ganz schnell die Orientation zu ändern, habe ich mir einfach für jeden Wert eine config.txt und ein .sh-Script geschrieben und die .sh-Scripts dann in ein Menu von EmulationStatin kopiert, welches .sh-Scripts "versteht".

Hier ein Beispiel:
/home/pi/orientation/Config_East_Flipped.txt

...

display_rotate = 0x20001


/home/pi/RetroPie/MyMenu/Orientation_East_Flipped.sh

#!/bin/bash
sudo cp /home/pi/orientation/Config_East_Flipped.txt /boot/config.txt
sudo shutdown -r now


Nach dem Kopieren wird einfach der RasPi neu gestarted und gut ist.

Viel Spass damit!

Dienstag, 9. Mai 2017

Mickey Rubbish


Ein Rubber Ducky als Maus getarnt.

WARNUNG: Dieser Artikel dient informativen Zwecken. Der Autor weist jegliche Haftung von sich.
Der Autor warnt vor dem Gebrauch eines solchen Gerätes. Es können schwere Schäden verursacht werden durch den falschen Gebrauch solcher Geräte. Deshalb ist oben im Bild auch ein "Warnschild" angebracht. Dieser Artikel dient der Aufklärung.

Dies ist ein erweiterter, deutscher Artikel von diesem Originalartikel. Danke dafür an tim.

Als ich den Begriff "Rubber Ducky" in der Serie "Mr. Robot" gehört habe, wollte ich unbedingt auch so ein Ding haben. Schon nur des Namens wegen.

Die Hardware

Ich habe mir also gleich ein RasPi Zero bestellt (meins hat kein WLAN), und einen USB-Stecker dran gelötet.

Hier ist das Wiring-Bild. Für dieses Projekt interessiert nur der untere Teil. Man beachte, dass man hier den male-Stecker von hinten sieht, also vom Gerät aus.
Freundlichst geklaut von hier.

Dann wusste ich erst nicht, was ich für eine Hülle machen soll und mit welchem Material. Ich habe noch eine alte Kabelmaus gefunden und dachte, das ist doch die perfekte Tarnung.

Beim USB-Kabel von der Maus musste ich erst herausfinden, welche Farbe denn nun was bedeutet. (Ich konnte es mir schon denken...)

Deshalb habe ich den USB-Stecker am Pi weggeschnitten und eine Pin-Steckerverbindung an das Restkabel gelötet. So konnte ich alle Kombinationen austesten.



Rot ist +5V, Schwarz ist GND, Grün ist D+ und Weiss ist D-.

Bei meiner Konfiguration sind also folgende Farbkombinationen vorhanden:

USB-PinRasPiMauskabelFunktion
1OrangeRot+5V
2GrauWeissData-
3BlauGrünData+
4BraunSchwarzGND

Ich musste die Platine von der Maus herausnehmen. Der Zero hätte sonst nicht reingepasst.
Desweiteren musste ich an der Seite einiges wegfräsen und einen der Pfosten für das Mausrad entfernen. Zum Glück keinen tragenden Pfosten, die Aufmachung des Rades ist auf der anderen Seite.

Das Mausrad selbst musste auch halbiert werden.


Den unteren Plastik mit der Optik wollte ich auch drin lassen, darum habe ich ihn flacher gemacht. Das war jedoch im Endeffekt nicht nötig. Der RasPi Zero hatte nun schön Platz und ein erster Test war erfolgreich.



Ich wollte das Erlebnis noch akkurater gestalten und habe die LED von der Maus von unten her an die Pins 1 und 6 vom RasPi Zero gelötet. Also den ersten Pin links oben und den dritten Pin rechts oben bei den GPIO-Pins. (3.3 V und GND). Die Halterung von der LED fixiert die Optik auf der Maus und die Optik fixiert ihrerseits den RasPi als Gesamtes. Sobald man "die Maus" einsteckt, leuchtet nun die LED auch.



Wie schon bemerkt müsste man an der Optik nichts weg fräsen. Dank der Halterung für die LED ragt nun auch der Kartenslot schön heraus, so dass man die Karte ganz einfach wechseln kann, wenn der Deckel entfernt wurde.


Schliesslich noch das Mausrad drauf gepappt...


Und so sieht es am Ende aus...total unauffällig.



Die Software

Das Duckberry-Image habe ich mit dem USB Image Tool auf die MikroSD-Karte gebrannt.

Dann muss man die payload.dd-Datei auf der Karte bearbeiten.

Ich habe erst mal den mitgelieferten payload getestet und bin schon da auf die ersten Probleme getroffen: Das OS schreibt mit der englischen UK-Tastatur, wir haben hier jedoch die Schweizer Tastatur. Ich hatte keine Lust, das gesamte OS neu zu kompilieren, nur um die Keymap zu wechseln - welche dann auch wieder nur individuell für mich stimmen würde.

Also habe ich folgenden Payload geschrieben (abgekürzt):

DELAY 500
GUI r
STRING notepad
ENTER
DELAY 1000
STRING abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
ENTER
STRING ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
ENTER
STRING 1234567890
ENTER
STRING Sonderzeichen
ENTER
STRING 1 +
ENTER
STRING 2 "
ENTER
STRING 3 *
ENTER
STRING 4 ç
ENTER
STRING 5 %
ENTER
STRING 6 &
ENTER
STRING 7 /
ENTER
STRING 8 (
ENTER
STRING 9 )
ENTER
STRING 10 =
ENTER
STRING 11 ?
ENTER
STRING 12 `
ENTER
REM und so weiter .... mit allen Sonderzeichen, äöüéèà, Klammern etc.
STRING 25 \
STRING 26 #

Dies liess ich dann auf meinem Laptop laufen, welches mir schön Notepad geöffnet und alle Sonderzeichen mit einer Nummer versehen dort reingeschrieben hat. Anhand der Nummerierung konnte ich dann herausfinden, wie der Youtube-Link aufgebaut sein muss: www.zoutube.com#watch_v)dQw4w9WgXcQ oder so. So hab ich das dann in den Standard-Payload hineingeschrieben und schon ging es.

Ich hoffe das hilft auf deinem Weg der Besserung. Viel Spass!